ifak-Wissenschaftler zum Vorsitzenden des weltweiten wissenschaftlichen Komitees für Stadtentwässerung gewählt

Von: U. Jumar/ 10. September 2014

Dr. Manfred Schütze

Auf der diesjährigen 13. Internationalen Konferenz zur Stadtentwässerung wurde Dr. Manfred Schütze, Wissenschaftler am  Forschungsinstitut ifak Magdeburg, zum  Vorsitzenden des Joint Committee on Urban Drainage der IWA (International Water Association) und der IAHR (International Association of Hydro-Environment Engineering and Research) ernannt. Dieses aus elf hochrangigen Mitgliedern aus aller Welt bestehende Komitee setzt sich für die Vernetzung und Koordination der weltweiten Forschungs- und Umsetzungsaktivitäten auf dem Gebiet der Stadtentwässerung ein. Dies geschieht unter anderem durch die Abstimmungen der Arbeiten verschiedener Arbeitsgruppen von IWA und IAHR, den weltweit bedeutendsten Fachverbänden der Wasserwirtschaft und der Hydrologie. Die Nominierung von Dr. Schütze drückt zugleich die Anerkennung nicht nur seiner wissenschaftlichen Arbeiten, sondern auch der wissenschaftlichen und anwendungsorientierten Arbeiten des Bereichs „Wasser und Energie“ am Forschungsinstitut ifak e. V., einem An-Institut der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, aus.

Dr. Schütze, Jahrgang 1966, studierte in Hannover Mathematik und hat sich bereits dort, dann aber auch in der Schweiz und bei seiner Promotion 1998 am Imperial College London der Modellierung und der Simulation in der Wasserwirtschaft zugewandt. Seit 2001 ist er am ifak in Magdeburg als Experte der mathematischen Modellierung und Steuerung von Wasser- und Abwassersystemen tätig. In der DWA hat er sich besonders bei der integralen Abflusssteuerung in Kanalnetzen verdient gemacht. Von den zahlreichen am ifak unter seiner Federführung bearbeiteten Projekten haben die transdisziplinären Arbeiten für die peruanische Hauptstadt Lima zum guten Ruf der deutschen Forschung über künftige Megastädte beigetragen.